Das Programm

Sa, 19. November
In memoriam Ilse Aichinger / Austellungseröffnung „Die Freiheit den Mund aufzumachen“

So, 20. November
Preisverleihung

Erich Fried Preis 2016

Tagung
Jüdische Gegenwarten in Europa

Robert Menasse im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer


Mo, 21. November
Tagung
Jüdische Gegenwarten in Europa

Erinnerung im globalen Zeitalter

Zeitgenössische jüdische Literatur

Di, 22. November | Preview
Tagung
Jüdische Gegenwarten in Europa


Jüdische Lebenswelten

Preview Internationales Literaturfestival Erich Fried Tage 2017

Walter Hinderer im Gespräch mit Jeffrey Eugenides

 


Biografien

Impressum


Auch 2016 boten die Internationalen Erich Fried Tage von 19. bis 22. November 2016 ein dichtes und anspruchsvolles Programm mit einem besonderen Schwerpunkt auf die prominent besetzte Tagung zum Thema „Jüdische Gegenwarten in Europa“ - mit u. a. Dmitrij Belkin (Berlin), Edek Bartz (Karaganda, Wien), Deborah Feldman (New York, Berlin), Julia Franck (Berlin), Tomer Gardi (Tel Aviv), Arnon Grünberg (Amsterdam, New York), Jana Hensel (Berlin), Barbara Honigmann (Straßburg), Robert Menasse (Wien), Andrea Reiter (Southampton) und Robert Schindel (Wien).

Den Auftakt machte am Samstag, 19. November 2016, die Eröffnung der Ausstellung „Die Freiheit den Mund aufzumachen - Erich Frieds Erstveröffentlichungen als Spiegel eines Jahrhunderts“. Der ebenfalls angekündigte Tribut für Ilse Aichinger wurde um ein in-memoriam-Programm erweitert, da diese bedeutende österreichische Autorin kurz vor den Fried Tagen am 11. November im Alter von 95 Jahren verstarb.

Am nächsten Tag, 20. November 2016, wurde der mit 15.000 Euro dotierte Erich Fried Preis 2016 dem jungen deutschen Autor Leif Randt verliehen. Die alleinge Jurorin 2016 Eva Menasse begründete mit einer eindrücklichen Laudatio ihre Wahl.

Zum Abschluss am 22. November 2016 stand eine Preview im Akademietheater auf dem Progamm - der US-amerikanische Bestsellerautor und Pulitzer Preisträger Jeffrey Eugenides sprach über sein Romanwerk mit einem besonderen Augenmerk auf Liebesmotive, da das Internationale Literaturfestival Erich Fried Tage 2017 dem Thema „Reden über die Liebe“ gewidmet ist.

Die Mitwirkenden der Internationalen Erich Fried Taeg 2016 in alphabetischer Reihenfolge: Bettina Bannasch, Edek Bartz, Dmitrij Belkin, Jeffrey Eugenides, Deborah Feldman, Julia Franck, Tomer Gardi, Tanja Gausterer, Arnon Grünberg, Werner Hanak-Lettner, Jana Hensel, Walter Hinderer, Barbara Honigmann, Christine Ivanovic, Volker Kaukoreit, Eva Menasse, Robert Menasse, Doron Rabinovici, Leif Randt, Andrea Reiter, Robert Schindel, Herbert J. Wimmer

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Samstag, 19. November 2016

In memoriam Ilse Aichinger
Eine Würdigung
mit Originaltoneinspielungen

Die Literaturwissenschaftlerin und Publizistin Christine Ivanovic hielt einen Vortrag über Leben und Werk von Ilse Aichinger.
Der Wiener Schriftsteller Herbert J. Wimmer las Auszüge aus dem Essay von Erich Fried „Über Gedichte Ilse Aichingers“.

Ausstellungseröffnung
„Die Freiheit den Mund aufzumachen“
Erich Frieds Erstveröffentlichungen als Spiegel eines Jahrhunderts. Mit einem Tribut für Ilse Aichinger

Es sprachen die Kurator/inn/en: Volker Kaukoreit und Tanja Gausterer

Von links nach rechts: Christine Ivanovic - Herbert J. Wimmer - Tanja Gausterer / Volker Kaukoreit
Bilder: © Literaturhaus Wien

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Sonntag, 20. November 2016
Verleihung des Erich Fried Preises 2016 an Leif Randt


Begrüßung: Robert Huez (Literaturhaus Wien)
Grußworte:
Johannes K. Haindl (Botschafter der Bundesrepublik Deutschland)
Laudatio:
Eva Menasse (Jurorin des Fried Preises 2016)
Preisverleihung:
Robert Stocker (Abteilungsleiter für Literatur im Bundeskanzleramt)
Rede:
Leif Randt


Von links oben nach rechts unten: Leif Randt - von Leif Randt signiertes Exemplar von Planet Magnon - Bibliothek des Literaturhauses - Robert Huez / Leiter des Literaturhauses - Botschafter Johannes K. Haindl - Eva Menasse - Robert Stocker / BKA - Mitte: Heinz Lunzer / Präsident der Internationalen Fried Gesellschaft mit Julia Franck - Preisverleihung (Heinz Lunzer, Leif Randt, Robert Stocker, Eva Menasse)
Bilder: © Lukas Dostal www.lukasdostal.at

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Sonntag, 20. November 2016
Tagung Jüdische Gegenwarten in Europa |
Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Robert Menasse




Von links oben nach rechts unten: Robert Menasse - sowie Günter Kaindlestorfer mit Robert Menasse
Bilder: © Lukas Dostal www.lukasdostal.at

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Montag, 21. November 2016
Tagung Jüdische Gegenwarten in Europa | Erinnerung im globalen Zeitalter

Von links oben nach rechts unten: Veronika Zwerger / Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek - Roundtable (Edek Bartz, Barbara Honigmann, Doron Rabinovici / Moderator, Robert Schindel) - Doron Rabinovici - Barbara Honigmann - Edek Bartz - Publikum
Bilder: © Lukas Dostal www.lukasdostal.at

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Montag, 21. November 2016
Tagung Jüdische Gegenwarten in Europa | zeitgenössische jüdische Literatur

Lesungen aus ihren aktuellen Neuerscheinungen: Deborah Feldman (New York / Berlin) aus Unorthodox (Secession, 2016) und Arnon Grünberg (Amsterdam / New York) aus Muttermale (Kiepenheuer & Witsch, 2016)

Von links oben nach rechts unten: Ursula Seeber / langjährige Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek - Arnon Grünberg - Deborah Feldman - Roundtable (Arnon Grünberg, Deborah Feldman, Bettina Bannasch / Moderatorin, Julia Franck) - Arnon Grünberg - Deborah Feldman - Julia Franck
Bilder: © Lukas Dostal www.lukasdostal.at

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Dienstag, 22. November 2016
Tagung Jüdische Gegenwarten in Europa | jüdische Lebenswelten
Lesungen aus ihren aktuellen Neuerscheinungen: Dmitrij Belkin (Berlin) aus Germanija. Wie ich in Deutschland jüdisch und erwachsen wurde (Campus, 2016) und Tomer Gardi (Tel Aviv) aus Broken German (Droschl, 2016)



Von links oben nach rechts unten: Raoul Kneucker / Präsident der Freundesgesellschaft der Österreichischen Exilbibliothek - Dmitrij Belkin - Tomer Gardi - Roundtable (Tomer Gardi, Andrea Reiter, Werner Hanak-Lettner / Moderator, Dmitrij Belkin, Jana Hensel) - Jana Hensel - Andrea Reiter
Bilder: © Lukas Dostal www.lukasdostal.at

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Dienstag, 22. November 2016
Preview auf das Internationale Literaturfestival Erich Fried Tage 2017

Reden über die Liebe - das literarische Werk von Jeffrey Eugenides



Von links oben nach rechts unten: Jeffrey Eugenides - Akademietheater - vor dem Akademietheater - auf der Bühne - Anne Zauner / künstlerische Leiterin des internationalen Literaturfestivals Erich Fried Tage - Philipp Hauß / Dörte Lyssewski / Jeffrey Eugenides - Jeffrey Eugenides / Walter Hinderer - Philipp Hauß / Dörte Lyssewski - Jeffrey Eugenides signiert das Fried-Banner - Signierstunde
Bilder: © Lukas Dostal www.lukasdostal.at

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Autor/inn/en-Lounge

Von links oben nach rechts unten: Ursula Seeber / Robert Menasse, Günter Kaindlstorfer / Anne Zauner / Barbara Honigmann / Julia Franck - Julia Franck - Barbara Honigmann / Robert Menasse / Julia Franck, Ursula Seeber / Andrea Reiter / Doron Rabinovici / Raoul Kneucker / Robert Schindel / Barbara Honigmann / Edek Bartz - Robert Schindel - Andrea Reiter / Werner Hanak-Lettner - Dmitrij Belkin - Jana Hensel - Tomer Gardi - Tomer Gardi / Dmitrij Belkin / Raoul Kneucker / Andrea Reiter / Werner Hanak-Lettner - Raoul Kneucker / Jana Hensel - Erich-Fried-Tage-Büchertisch
Bilder: © Lukas Dostal www.lukasdostal.at

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Aus dem Gästebuch




Linke Spalte von oben nach unten: Jeffrey Eugenides, Robert Schindel, Edek Bartz, Doron Rabinovici, Barbara Honigmann
Rechte Spalte von oben nach unten: Robert Menasse, Günter Kaindlstorfer, Leif Randt

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Pressezitate

Kurier, 16. November 2016
Der Eröffnungstag gehört Ilse Aichinger
„Ilse Aichinger starb am 11. November. Der 19. November ist allein ihr gewidmet – als Auftakt der heurigen Erich Fried Tage im Literaturhaus Wien. Der Themenschwerpunkt lautet: „Jüdische Gegenwarten in Europa“; und wieder ist das Programm international hochkarätig besetzt.“

News, Nr. 45 12.11.2016
Ich habe Angst um mein Land
„Der zornige Protest der Menschen gegen die Eliten braucht ein Ventil. Trump hat das verstanden.“
(Interview mit Jeffrey Eugenides)

Kurier, 20. November 2016
Die Rückseite unseres Optimismus“
Nächste Woche kommen Sie nach Wien, nicht um über die Wahlen, sondern um über die Liebe zu sprechen...
„(Lacht) Ja, das sieht in dieser Situation eher unpassend aus, aber das Thema der Veranstaltung wurde schon lange vor Trumps Wahlsieg festgelegt.“
(Interview mit Jeffrey Eugenides)

Wiener Zeitung, 23. November 2016
Die Toleranz ist fast eine Karikatur“
Hatten Sie nach allem, was Sie erlebt haben, nie den Wunsch, das Jüdische ganz hinter sich zu lassen?
„Das Jüdischsein kann man nicht tilgen, wie meine Großmutter immer gesagt hat.“
(Interview mit Deborah Feldman)

Der Standard, 19. November 2016
Das Kollektiv der gebrochenen Herzen
„Natürlich schreibt Leif Randt, wie jeder gute Autor, schmerzlich wahr und klar einzig und allein über uns, über unsere heutige Welt und darüber, wie wir immer noch glauben, ihre unangenehmen Phänomene cool und lässig bewältigen zu können.“
„Von den ersten Sätzen an legt sich einem eine Art eiskalte Vergnügtheit wie eine Klammer ums Herz, und ein Lächeln des Wiedererkennens friert einem im Gesicht fest.“
„Doch seinen Romanen gemeinsam ist das zähnefletschende Grinsen der Unfreiheit, die über dem Ganzen liegt. Wohlbefinden und Wohlergehen haben sich zu einer Ideologie verfestigt, gegen die man sich vernünftigerweise nicht auflehnen kann. Man kann doch nichts dagegen haben, dass es maximal vielen Menschen endlich gut geht?“
(Aus der Laudatio von Eva Menasse auf den Fried Preis Träger 2016 Leif Randt)

NZZ, 13. Oktober 2016
Leif Randt erhält den Erich-Fried-Preis
„Die literarische Stimme von Leif Randt sei unverkennbar, einprägsam, eigenartig im besten Sinn, heisst es in Eva Menasses Begründung der Wahl.“

Der Standard, 19./20. November 2016
Ein Israeli unter Deutschen
„So ist der Roman [von Tomer Gardi] ein Plädoyer für die Sprachenvielfalt in einer Sprache, für Regelverletzung und Grenzüberschreitung. Bei allen Fehlern, die der hebräische Muttersprachler macht, zeigt der Text ein großes Gespür für originelle Sprachspiele.“



INTERNATIONALE ERICH FRIED TAGE 2016
eine Rückschau in Bildern