KEINE | ANGSTenglish

Literarische Schreckensbilder und Strategien der Angstüberwindung

Internationales Literaturfestival Erich Fried Tage
26. November bis 1. Dezember 2019 Literaturhaus Wien friedtage@literaturhaus.at

  • Ausstellung
  • Vorträge / Lesungen / Gespräche
  • AKTUELL: Schüler/innen-Literaturwettbewerb — AUSSCHREIBUNG

Angst lässt sich wie jedes elementare menschliche Gefühl nicht einfach beim Wort nehmen und definieren – denn Angst ist eine exzellente Formwandlerin, sie ist die undurchdringliche Finsternis, die pulsierende Zornesfalte auf der Stirn des Anderen, das Donnern des heranrollenden Unheils, der Abgrund, der sich unter den Füßen auftut …
Angst kann aber der nötige Impuls für einen neuen Aufbruch sein. Sie ist der furchtbare Moment der Lähmung, der einem Befreiungsschlag vorangeht, der Nullpunkt, der einen neuen Aufbruch einleitet.

Die Internationalen Erich Fried Tage 2019 laden dazu ein, in die beinah unerschöpflichen Vorstellungswelten von Autorinnen und Autoren zu diesem Thema einzutauchen.
Deren künstlerischen Einfällen scheinen keine Grenzen gesetzt, mit meisterhaften Strichen evozieren sie ein unbestimmtes Gefühl von Unsicherheit und Verstörung bis hin zum blanken Schrecken, sie erzählen von emotionalen Abgründen, schildern gesellschaftspolitische Bedrohungsszenarien, konkrete Angst-Manifestationen bis hin zu dystopischen Zukunftsvisionen.

Ausstellung

Die Mitglieder der Internationalen Erich Fried Gesellschaft, u. a. Lukas Bärfuss, Julia Franck, Sabine Gruber, Josef Haslinger, Elfriede Jelinek, Gila Lustiger, Friederike Mayröcker, Robert Menasse, Rainer Merkel, Teresa Präauer, Kathrin Röggla, Robert Schindel werden eingeladen, ein Ausstellungsobjekt zum Festival-Thema beizusteuern – einen mit Angst verbundenen Gegenstand und / oder einen Angst-Text.

Festival

Das Programm setzt sich aus internationalen Buchpremieren, Gesprächen, Vorträgen und Diskussionen zusammen. Die Festivalgäste werden – dem bewährten Modus aus den Vorjahren folgend – in ihren Originalsprachen lesen, während die deutsche Übersetzung parallel dazu auf Leinwand projiziert wird. Der Chor der unterschiedlichen Sprachen und Idiome vermittelt den Zuhörer/inne/n ein unverwechselbares Literaturerlebnis.
Ein besonderer Augenmerk wird auch 2019 auf den interdisziplinären Künsten liegen: Literatur am Übergang zu Musik und/oder Film wird ebenso vertreten sein wie hochkarätige Graphic Novel Kunst.
Am Festivalabschluss steht die Verleihung des seit 29 Jahren vergebenen Erich Fried Preises. Die Verleihung findet traditionell als Sonntagsmatinee in der Präsenzbibliothek des Literaturhauses statt.

Schüler/innenwettbewerb

Die Einbindung junger Lesender ist ein wichtiger Aspekt des Internationalen Literaturfestivals Erich Fried Tage.
So wird es auch 2019 einen Schüler/innen-Literaturwettbewerb für junge Schreibende und Lesende zwischen 14 und 20 Jahren geben. Die drei besten Texte zum Festivalthema werden wieder von einer Fachjury ermittelt, mit Preisen ausgezeichnet und in der kolik-Festivalausgabe abgedruckt.

Publikation

Auch 2019 wird eine kolik-Sondernummer mit Beiträgen aller Festivalgäste die Internationalen Erich Fried Tage publizistisch begleiten.
Die Kooperation mit der österreichischen Literaturzeitschrift kolik hat 2011 mit einem Festivalschwerpunkt begonnen und sich ab 2013 zu eigenen Festivalausgaben mit ca. 200 Seiten und zahlreichen farbigen Abbildungen ausgeweitet.