Internationales Literaturfestival Erich Fried Tage 2022

Das nächste Festival  findet vom 30. März bis 3. April 2022 im Literaturhaus Wien statt.

Literatur braucht Begegnung – nach Möglichkeit werden alle Autor*innen vor Ort sein: Es wird wieder hoch interessante Gespräche geben, spannende Diskussionen, berührende Lesungen, einen reich bestückten Festivalbüchertisch, Signierschlangen  …

Fürsprache und Widerworte lautet das Motto des nächsten Internationalen Literaturfestivals Erich Fried Tage – ins Blickfeld rückt also zeitgenössische Literatur, die sich in der einen oder anderen Form engagiert; zu Wort kommen literarische Advokat*innen, die sich in ihrem Werk mit leidenschaftlicher Kraft für ein Anliegen, eine Idee oder eine Vision einsetzen. Ihnen gegenüber und manchmal auch Seite an Seite, stehen die Gegen-Stimmen: die Kritiker*innen, die Zweifler*innen und die Mahner*innen.

In letzter Konsequenz wird das Internationale Literaturfestival Erich Fried Tage 2022 eine uneingeschränkte Fürsprache für das Wort und die Freiheit des Geistes einlegen.
Im späten, Fragment gebliebenen Text Fürsprecher heißt es bei Franz Kafka: „Wenn es aber kein Gericht war, warum forschte ich hier nach einem Fürsprecher? Weil ich überall einen Fürsprecher suchte, überall ist er nötig, ja man braucht ihn weniger bei Gericht als anderswo …“


 

Friederike Mayröcker 1924 - 2021

Die Internationale Erich Fried Gesellschaft trauert um die große Autorin Friederike Mayröcker.
Sie war der Gesellschaft Idee und Inspiration, eine treue Wegbegleiterin und immer wieder Mitwirkende bei Veranstaltungen  – ein unvergessliches Erlebnis für jeden,  wie sie einen Raum scheinbar mühelos in Literatur verwandeln konnte und dabei ihr staunendes Publikum auf ihre in Sprache gesponnenen Reisen mitnahm.

2014 veranstaltete die Fried Gesellschaft anlässlich des 90. Geburtstags der Dichterin den Schwerpunkt  »und ich schüttelte meinen Text und ich erwartete weitere Früchte«.  Das zweitägige Symposium stellte Mayröckers Schreiben, ihre lyrischen Sprachmelodien, die intuitiven Wortschöpfungen und ihre Übertragbarkeit in andere Sprachen in den Mittelpunkt.
Zuletzt las sie im Jahr 2019 beim Internationalen Literaturfestival Erich Fried Tage „KEINE | ANGST. Literarische Schreckensbilder und Strategien der Angstüberwindung“ und sie nahm – mit einem sehr persönlich gestalteten Beitrag zum Thema gegen die Angst – an der begleitenden Festivalausstellung teil.

Friederike Mayröcker hinterlässt eine Lücke.


 

aus 2019 © Edith Schreiber

100 Jahre Erich Fried

Rückschau in Bildern

Der Schwerpunkt 100 Jahre Erich Fried der Internationalen Erich Fried Gesellschaft und des Literaturhaus Wien hat einmal mehr gezeigt, dass der österreichische Dichter Erich Fried  (* 6. Mai 1921 in Wien; † 22. November 1988 in Baden-Baden), der längst in den Kanon der deutschsprachigen Literatur eingangen ist, seine Leserinnen und Leser nach wie vor in den Bann schlägt und Inspiration für die gegenwärtige Dichtkunst ist.
Zum Auftakt wurde die Verleihung des Erich Fried Preises 2020, die infolge der Pandemie verschoben werden musste, nachgeholt.
Ein besonderer Dank geht an alle Teilnehmer/innen: Bardo Böhlefeld, Klaus Fried, Maja Haderlap, Josef Haslinger, Ulrich Hoinkes, Günter Kaindlstorfer, Volker Kaukoreit, Esther Kinsky, Michael Omasta, Teresa Präauer, Danielle Proskar, Robert Schindel, Susanne Schüssler, Daniela Strigl, Ralph Wieser, Herbert J. Wimmer.


 

Bildergalerie

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Erich Fried Preis 2020

Schwerpunkt 100 Jahre Erich Fried