Samstag, 2. Dezember 2017

Literaturhaus Wien Seidengasse 13, 1070 Wien

14:00 Uhr

Österreich-Buchpremiere

 

„Ich liebe dich, Ollie. Auf strikt … nicht sexuelle … männliche Art.“


Graphic Novel Präsentation & Gespräch


Scott McCloud
(USA) The Sculptor (dt. Der Bildhauer, übers. v. Jan-Frederik Bandel, Carlsen, 2015)

David Smith ist Bildhauer. Talentiert, aber nicht berühmt. Deshalb nimmt er auch allzu gerne das faustische Angebot an, jede Skulptur, die er sich vorstellen kann, mit seinen Händen erschaffen zu können, ganz gleich aus welchen Materialien. Auch wenn der Preis für diese Kunst sein Leben ist. Doch David hat dabei zwei Dinge nicht bedacht: Die Schwierigkeit, ein Kunstwerk für die Ewigkeit zu erschaffen und … die Liebe.
„Der Bildhauer ist ein Triumph, der alle Bedingungen des von McCloud selbst erstellten Regelwerks erfüllt und vorführt, bis hin zum Spiel mit Zeit im Comic“, schreibt Der Spiegel.

Einleitung & Gespräch Zita Bereuter (Leiterin des Literaturressorts bei FM4)

(Präsentation und Gespräch in englischer Sprache)

Scott McCloud, geboren 1960 in Boston, USA, gilt als einer der führenden Comic-Theoretiker.
Als bahnbrechend sind die Sach-Comics Understanding Comics (dt. Comics richtig lesen, 1993), Reinventing Comics (dt. Comics neu erfinden, 2000) sowie Making Comics (Comics machen, 2006) zu nennen. McCloud ist zudem der Erfinder des 24-Stunden-Comics: eines Comics, der 24 Seiten umfasst und innerhalb von 24 Stunden komplett fertiggestellt werden muss. Weiters gilt er als einer der ersten, die das Potenzial des Internets als Medium für den Comic entdeckten. 2015 erschien der Comic-Roman The Sculptor (dt. Der Bildhauer).

15:30 Uhr

Erstmals in Österreich

© Zazzo

„Nein, es liegt nicht an dir … Es liegt nur an mir.“


Graphic Novel Präsentationen & Gespräch


Bastien Vivès
(F) Le Goût du chlore (2008, Der Geschmack von Chlor, übers. v. Kai Wilksen, Reprodukt, 2010) – L’Amour (2012, dt. Die Liebe, übers. v. Mireille Onon, Reprodukt, 2014) – Une sœur (2017, erscheint im Frühjahr 2018 auf Deutsch)

„Einen der ganz Großen“, nennt Die Zeit den jungen französischen Comic-Autor, dessen Graphic Novel Der Geschmack von Chlor mit dem Preis für den Besten Nachwuchskünstler auf dem Comic-Festival in Angoulême 2009 ausgezeichnet wurde.

Einleitung & Gespräch  Gottfried Gusenbauer (Direktor Karikaturmuseum Krems)

(Präsentationen und Gespräch in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung durch Isolde Schmitt)

Bastien Vivès, geboren 1984 in Paris, studierte Grafik und Animation an der École des Gobelins.
Für Le goût du chlore (dt. Der Geschmack von Chlor) wurde der Künstler 2009 auf dem Comic-Festival in Angoulême mit dem Essentiel Révélation, dem Preis für den Besten Nachwuchskünstler, ausgezeichnet.
Sein stetig wachsendes Œuvre beeindruckt durch die enorme stilistische Bandbreite auf hohem Niveau.
Werke zuletzt: Dans mes yeux (dt. In meinen Augen, 2010), Polina. (2011), Une sœur (2017, erscheint 2018 auf Deutsch). Lebt und arbeitet in Paris.

17:00 Uhr

Erstmals in Österreich

© Alicia J. Rose

„Kalt? Es ist nicht kalt … du musst dich nur bewegen.“


Graphic Novel Präsentationen & Gespräch


Craig Thompson
  Blankets (2003, übers. v. Claudia Fliege, Carlsen, 2004) und Habibi (übers. v. Stefan Prehn, Reprodukt, 2011)

Die Graphic Novels von Craig Thompson – der vielfach prämierte autobiografische Comic-Roman Blankets und die epische Liebesgeschichte Habibi – zählen zu modernen Klassikern des Genres.
„Mit Habibi hat Thompson dem Comic eine neue Dimension erschlossen. Es ist die erste Graphic Novel, die diesen Namen auch verdient, anstatt sich mit ihm nur dem hiesigen Buchmarkt anzubiedern, ein ziegeldicker Roman in Bildern, ein erzählerisches Experiment, das an Komplexität und Konsequenz seinesgleichen sucht.“ (Berliner Zeitung)

Einleitung & Gespräch Florian Höllerer (Leiter des Literarischen Colloquium Berlin)

(Präsentation und Gespräch in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung)

Craig Thompson, geboren 1975 in Traverse City, USA, wuchs in einer fundamental-christlichen Familie auf. Mit seinem Comic Good-bye, Chunky Rice (dt. Mach's gut, Chunky Rice, 2012) gewann er 1999 den Harvey Award als Bestes Neues Talent. In den folgenden vier Jahren arbeitete er an der 600 Seiten starken Graphic Novel Blankets, die im Jahr 2004, mit drei der wichtigsten US-Comicpreise – Harvey-, Eisner- und Ignatz-Award – ausgezeichnet wurde. Auch die nächste Graphic Novel Habibi (2011), eine Parabel über das gemeinsame Erbe von Islam, wurde von Leserschaft und Kritik hymnisch gefeiert.
2015 erschien Thompsons aktuellster Sci-Fi-Comic Space Dumplings (dt. Weltraumkrümel), ein knallbuntes kosmisches Abenteuer, das sich – bereits 1999 entstanden – erstmals an eine Leserschaft jeden Alters wendet.

18:30 Uhr

Österreich-Buchpremiere

 

„Wie? Du willst mich nicht küssen? Nicht einmal zum Abschied?“


Graphic Novel Präsentation & Gespräch


Ulli Lust
Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein (Suhrkamp, 2017)

Die FAZ zählt Ulli Lust mit ihrer neuen Graphic Novel endgültig „zur internationalen Spitze der Comic-Autobiographen“: In ihrem neuen Comic erzählt Ulli Lust die konfliktreiche Geschichte einer ménage à trois, einer utopischen Liebe, die in Besitzanspruch und Gewalt umschlägt, eine Geschichte der sexuellen Obsession, der Geschlechterkonflikte und der Selbstbefreiung.

Einleitung & Gespräch: Zita Bereuter (Leiterin des Literaturressorts bei FM4)

Ulli Lust, geboren 1967 in Wien, studierte von 1999 bis 2004 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
2009 erschien der autobiografische Comic-Roman Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens im avant-Verlag, der in elf Sprachen übersetzt und vielfach, u. a. mit dem ICOM-Preis und dem Ignatz-Award – ausgezeichnet wurde. 2013 erschien die Graphic Novel Flughunde, eine Adaption des gleichnamigen Romans von Marcel Beyer im Suhrkamp Verlag. Im gleichen Jahr wurde Ulli Lust als Professorin für Zeichnung und Comic an die Hochschule Hannover berufen. Im Herbst 2017 veröffentlichte sie ihre neue Graphic Novel Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein bei Suhrkamp.
Ulli Lust lebt und arbeitet seit 1995 in Berlin.

20:30 Uhr

Österreich-Buchpremiere

© Emman Montalvan

“The story concerns a 12-year-old girl who finds a kitten …”


Buchprojekt- & flugschrift-Präsentation

Mark Z. DanielewskiThe Familiar (Pantheon, ab 2015) und flugschrift: special edition

Der US-amerikanische Autor spricht über sein jüngstes, mittlerweile auf 5 Bände angewachsenes Magnum opus The Familiar, ein Unternehmen von wahrhaft epischen Dimensionen: Es sind insgesamt 27 Bände zu je 880 Seiten in Planung – am Ausgangspunkt ein zwölf Jahre altes Mädchen, das ein Kätzchen findet …

Im zweiten Teil des Abends präsentiert Mark Z. Danielewski die von ihm gestaltete Festivalausgabe des innovativen österreichischen Zeitschriftenformats flugschrift.

Einleitung und Gespräch Sebastian Fasthuber (Literatur- und Musikkritiker)

(Präsentation und Gespräch in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung durch Christa Schuenke)

Mark Z. Danielewski, geboren 1966 in New York. Sein im Jahre 2000 publizierter Debütroman House of Leaves (dt. Das Haus – House of Leaves, 2007) wurde zum internationalen Bestseller. Danielewskis literarisches Werk ist durch einen experimentellen Umgang mit Textformen charakterisiert. Der Autor bricht mit formaler und stilistischer Bravour die Konventionen zeitgenössischen Erzählens. So benutzt er vielschichtig miteinander verwobene Erzählebenen, die er mit typografischen Variationen und unterschiedlichem Seitenlayout kombiniert.
Im Mai 2015 erschienen die ersten beiden Bände von The Familiar bei Pantheon Books in den USA – ein auf insgesamt 27 Bände angelegtes Buchprojekt. 

Literaturhaus Wien

Seidengasse 13, 1070 Wien

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