Sonntag, 3. April 2022

Literaturhaus Wien Zieglergasse 26a, 1070 Wien

11:00 Uhr

Verleihung des Erich Fried Preises 2021 an Frank Witzel

Frank Witzel, Foto © Maja Bechert

Grußworte:  Robert Schindel (Präsident der Internationalen Erich Fried Gesellschaft)
Grußworte und Vorstellung des Jurors Ingo Schulze:  Robert Huez (Leiter Literaturhaus Wien)
Laudatio:  Ingo Schulze, alleiniger Juror 2021
Preisverleihung durch  Jürgen Meindl (Leiter der Sektion Kunst- und Kultur, BMKÖS)
Preisrede:  Frank Witzel

Musikalische Umrahmung:
Gesang: Cosima Büsing
Klavier: Stella Marie Lorenz
Komposition: Bernhard Lang


Ingo Schulze in seiner Jurybegründung:
„Über Frank Witzel zusammenfassende Sätze zu formulieren ist schwierig, weil sein Werk so vielgestaltig ist. Dabei ist es erst in den letzten sieben Jahren einer größeren literarischen Öffentlichkeit bekannt geworden und zu einem wesentlichen Teil auch erst in diesen Jahren entstanden.

Ob in Prosa, Lyrik, Essay/Traktat, Gespräch, Tagebuch, Hörspiel oder Vorlesung – Frank Witzel gehört zu den wenigen, deren Erzählen immer die Voraussetzungen des Schreibens reflektiert, die Relativität des eigenen Standpunkts offenlegt und sich selbst in Frage stellt. Damit macht er seine Leserinnen und Leser zu souveränen Gesprächspartnern.
Mit seiner BRD-Trilogie [Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 (2015); Direkt danach und kurz davor (2017) ; Inniger Schiffbruch (2020)] entwirft er ein Porträt, das (West)Deutschland in seinem Gewordensein und Werden zeigt und damit die Selbstverständlichkeiten zutage fördert, die es in jenen ausprägt, die dort aufgewachsen sind. Gerade weil Frank Witzel so schonungslos in den Westen eintaucht, ist auch der Osten immer anwesend. In einzigartiger Art und Weise werden Ost und West (aus Westperspektive) in ihrer gegenseitigen Bedingtheit gezeigt.“

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