Donnerstag, 31. März 2022

Literaturhaus Wien Zieglergasse 26a, 1070 Wien

16:00 Uhr

„Eine Stadt von morgen“

Literaturwettbewerb

Preisverleihung & Lesungen

Jurybegründung und Preisverleihung: Gustav Ernst
Lesung der Preisträger*innen:
1. Platz: Judith Wald  (WRG Salzburg): Morgen werden wir es besser machen!
2. Platz: Sarah Burghart (Musisches Gymnasium Salzburg): Eine Stadt, wie auch immer du sie dir vorstellst
3. Platz: Esther Neuhofer (Musisches Gymnasium Salzburg): Verklärte Stadt

Zum mittlerweile vierten Mal wurde im Rahmen des Festivals wieder ein österreichweiter Literaturwettbewerb ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren Schüler*innen im Alter von 14–20 Jahren. 
Aus den zahlreichen Einsendungen wurden die drei besten Texte von folgender Fachjury ermittelt:
Robert Huez, Leiter des Literaturhaus Wien, Gustav Ernst, Autor und Herausgeber der Literaturzeitschrift kolik, und Zita Bereuter, Leiterin des Literaturressorts bei FM4 und Organisatorin des Kurzgeschichtenwettbewerbs Wortlaut.


Für alle Veranstaltungen gilt freier Eintritt.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist unter folgendem LINK möglich, aber nicht verpflichtend – sie sichert Ihnen einen Platz bei der gewählten Veranstaltung zu.  Covid-Besuchsregeln orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben..

18:00 Uhr

Caleb Azumah Nelson: „Freischwimmen“

österreichische Buchpremiere

Caleb Azumah Nelson, Foto © Stuart Ruel
Love made you Black

Buchpräsentation & Gespräch
Caleb Azumah Nelson (GB, Ghana): Freischwimmen (Open Water, Viking Press 2021 | aus dem Englischen von Nicolai von Schweder-Schreiner, Kampa 2021)
Moderation: Florian Baranyi (Kulturjournalist und Kritiker)

„Ein unvergessliches Debüt“ (New York Times), „großartig erzählt“ (Observer), „zweifellos das beste Debüt, das ich seit Jahren gelesen habe“ (The Times) – dies sind nur ein paar Ausrufezeichen, mit denen Caleb Azumah Nelsons Romanerstling Freischwimmen von der angloamerikanischen Presse gefeiert wurde.
Vor dem Hintergrund der multikulturellen Metropole London erzählt der britische Autor mit ghanaischen Wurzeln die Liebesgeschichte zwischen einem namenlosen Fotografen und einer Tänzerin. Die Hautfarbe der beiden ist schwarz und bald schon wird die Unbeschwertheit dieser ersten Liebe von – in der postkolonialen britischen Gesellschaft noch immer tief verwurzeltem – Rassismus überschattet. Eindrücklich beschreibt Caleb Azumah Nelson, wie Fragen von Identität, Diskriminierung und Unterdrückung mit der künstlerischen Kraft und Individualität seiner beiden Hauptfiguren in Konflikt geraten.

Lesung auf Englisch mit Projektion der deutschen Übersetzung | Gespräch in englischer Sprache


Für alle Veranstaltungen gilt freier Eintritt.
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20:00 Uhr

László Krasznahorkai: „Herscht 07769“

Buchpremiere Wien

László Krasznahorkai, Foto © Nina Subin
Die Hoffnung ist ein Fehler

Buchpräsentation & Gespräch
László Krasznahorkai (Ungarn): Herscht 07769 (Herscht 07769, Magvető Publishing, 2021 | aus dem Ungarischen von Heike Flemming, S. Fischer 2021)
Moderation: Hans-Jürgen Balmes (Lektor, Herausgeber und Übersetzer)

Hoffnungslosigkeit, die sich über den 400 Seiten langen Abgrund eines schier endlosen Satzes aufspannt – der Protagonist von László Krasznahorkais neuem Roman hat es nicht leicht: Der etwas einfältige und gut gläubige Florian Herscht lebt im fiktiven Örtchen Kana (mit der Postleitzahl 07769) unweit von Jena und schreibt Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel, da er sich von ihr die Rettung der vermeintlich bedrohten Welt erhofft. Das Leben verdient sich der gelernte Bäcker und Hartz-IV-Bezieher als Schwarzarbeiter für den neonazistischen „Boss“ der lokalen Gebäudereinigungsfirma. Darüber hinaus bevölkern eine ganze Reihe von mehr oder minder skurrilen Figuren das „brueghelhafte“ thüringische Kleinstadt-Panorama. Allmählich aber gerät Florian Herschts Welt aus den Fugen und als am Waldrand Wölfe auftauchen, rückt die Apokalypse tatsächlich näher …

Lesung auf Ungarisch mit Projektion der deutschen Übersetzung | Gespräch in deutscher Sprache


Für alle Veranstaltungen gilt freier Eintritt.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist unter folgendem LINK möglich, aber nicht verpflichtend – sie sichert Ihnen einen Platz bei der gewählten Veranstaltung zu.  Covid-Besuchsregeln orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben..

László Krasznahorkai, geb. 1954 in Gyula, Ungarn, lebt nach mehreren Jahren in Berlin sowie zahllosen Reisen und Schreibaufenthalten heute in Triest. Bereits die erste Veröffentlichung Satanstango (1985) wurde preisgekrönt, 2015 erhielt er den Man Booker International Prize für sein Gesamtwerk. Krasznahorkai gilt als einer der innovativsten Schriftsteller Europas, der „in komplex verflochtenen Sätzen (...) heruntergekommene Wirklichkeiten, enttäuschte Hoffnungen sowie die Gewalt gesellschaftlicher Zusammenhänge“ beschreibt, wie es in der Jurybegründung zur Verleihung des österreichischen Staatspreises für europäische Literatur 2021 hieß.

Literaturhaus Wien

Zieglergasse 26a, 1070 Wien